Affiliate TactixX: Aufbau eines internationalen Partnerprogramms

Den ersten Beitrag nach der Mittagspause lieferte Hendric Rüsch von Jimdo, einem kreativen Homepage Baukasten Anbieter. Er teilte seine Erfahrungen beim Aufbau eines internationalen Affiliate Programms unter dem Titel “Learning by Burning – Aufbau eines internationalen Partnerprogramms”.

Hendric Jimdo schilderte in seinem Vortrag die Probleme ein weltweit (inklusive Asien, Russland und Südamerika) operierendes Affiliate Netzwerk zu finden. Auch nach dem Entschluss deswegen ein eigenes Partnerprogramm zu betreiben, war es nicht leicht eine geeignete Affiliate Software zu finden, die sowohl den internen als auch den internationalen Anforderungen entsprach. Ein erster Versuch mit Affiliate Kaufsoftware führte zu der Erkenntnis, dass man wohl auch die Software zum Betrieb eines Affiliate Programms selbst schreiben muss. Zur Vereinfachung verzichtete man auf Klickstatistiken.

So schwierig wie die Suche nach einem wirklich globalen Netzwerk war, erwies sich auch die Suche nach einem weltweit operierenden Zahlungsanbieters. Für einige Länder mussten anstatt Paypal separate lokal übliche Zahlungsmethoden gewählt werden.

Die Auswahl der Publisher erfolgt nach engen Kriterien. (z.B. keine Subnetworks, kein White Label) Es erfolgt keine Vergütung für Nutzer des kostenlosen Baukastens, dafür gibt es aber auf unbegrenzte Zeit eine nachträgliche Provision wenn ein solcher Nutzer auf ein kostenpflichtiges Modell umsteigt.

Folgende Learnings können Programmbetreiber, die vor der Internationalisierung ihres Programms stehen aus diesem Vortrag mitnehmen:

– Das Wording “Affiliate Netzwerk” ist zu unbekannt für kleine Publisher. Ein Wordingwechsel zu “Partnerprogramm” brachte signifikant mehr Anmeldungen
– Der Wortstamm “Affiliate” hat in manchen südeuropäischen Ländern einen negativen Touch
– Gerade europäische Publisher sind sehr treu, was bei der Gewinnung von neuen Publishern ein Nachteil, bei gewonnenen Publishern ein Vorteil ist
– Die Publisher können zwischen einer einmaligen Salevergütung und einer Lifetimevergütung wählen. Über 70% bevorzugen die Lifetime Vergütung obwohl diese auf die einzelne Order gesehen niedriger ist
– In Japan und China benötigt man einen lokal operierenden und bekannten Partner und unbedingt eine Plattform in Landessprache
– Dosiert eingesetzte Gutscheine laufen weltweit sehr gut
– Der südamerikanische Markt ist interessant, die Zahlungsmethoden für Endkunden und auch Publisher sind schwierig. Teilweise bezahlt sogar der Publisher den Baukasten und rechnet dann lokal mit dem Kunden ab
– Amerikanische Publisher sind top-Informiert haben eine bessere Marktkenntnis
– Jeder dritte Publisher nutzt das direkt nach der Anmeldung angebotene Rückrufangebot
– Themenrelevante Publisher haben den Vorteil, dass Sie das verkaufte Produkt besser verstehen und bewerben können
– Leadvergütungen für den kostenlosen Baukasten waren unrentabel und Fraudanfällig
– Kooperationsangebote die signifikant mehr Umsatz versprechen sind meistens nur leere Luft und den Verhandlungsaufwand nicht wert
– Die Erfahrung bei der Akquisition von Publishern zeigte, dass ausgewählte themenrelevante Webseiten und das eigene Netzwerk aus Homepages die besten Publisherquellen darstellen

Viel Erfolg damit!

 

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