Mobile Shopping im Aufwind!

Immer mehr Mobiltelefonnutzer verwenden ihr Handy auch zum Einkaufen und Bezahlen. Das kam bei einer Befragung von 1000 erwachsenen Mobiltelefonnutzern in Großbritannien, Deutschland und Frankreich im April diesen Jahres heraus, durchgeführt von der Mobile Marketing Association (MMA), Fachgruppe Mobile des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungspartner Lightspeed Research.

Vor allem die 18 bis 34-Jährigen shoppen mobil, insgesamt haben 13% der deutschen Handynutzer schon mal mobile Transaktionen durchgeführt. Deutschland liegt damit knapp hinter Großbritannien (19%) und vor Frankreich (9%). Mobil gekauft werden vor allem Apps und Klingeltöne für Mobiltelefone, tendenziell steigt aber auch das Interesse am Erwerb nicht digitaler Produkte via Handy.

Für die Zahlungsabwicklung nutzen etwa die Hälfte aller Befragten die direkte Abrechnung über den Netzanbieter. Mobile Payment-Dienstleister werden vor allem zum Bezahlen von nicht digitalen Inhalten genutzt und profitieren damit ebenfalls von diesem Trend. In allen drei Ländern gehen die Befragten der Studie davon aus, im kommenden Jahr ihr Handy für mobile Transaktionen zu nutzen, vor allem für die Einlösung von Rabatten und Coupons bzw. Zur Sammlung von Bonuspunkten.

Wie sieht’s bei Euch aus? Shoppt Ihr auch mobil?

2 comments

  1. Für Büchern oder Musik ist mobile Shopping auf jeden Fall interessant, bei schwerwiegenderen Kaufentscheidungen greife ich auch weiterhin lieber auf den Rechner zurück.

    Darüber hinaus finde ich es sehr praktisch per Handy etwas “schnell von unterwegs” zu bestellen, was ich mir einen Tag vorher schon in Ruhe am Rechner angeschaut hatte.

  2. ganz recht, mobile shopping funktioniert nur für kostengünstige Produkte & Dienstleistungen bzw für Käufe mit kurzen Entscheidungszyklen. Hierbei tauchen noch große Unterschiede auf.

    Kostengünstige Produkte und Dienstleistungen sind dabei nicht nur Ringtones, Kinotickets und Bücher, vielmehr fällt hierein auch die Suche nach Restaurants (in der Nähe) und kulturellen Angeboten.

    Kurze Entscheidungszyklen können aber auch bei höherpreisigen Produkten auftreten, z.B. last minute Reise-/ und Flugangeboten, aber auch bei technischen Geräten – oft wird der Einzelhandel zur Recherche genutzt (z.B. nach einem neuen TV) und dann flugs mobile der Preisverglichen und dann online (über das Handy) bestellt.

    Bezüglich Payment ist zu erwarten, dass sich etablierte Anbieter auch im mobilen Bereich weiter ausdehnen werden – klingt auch ganz logisch, warum sollte sich ein Kunde, der online (am Desktop) mit Paypal, ClickandBuy etc. bezahlt mit einem Mal einen neuen Anbieter suchen… Zumal die etablierten besonders beim sicherheitssensitiven Bereich des Bezahlens von Ihrer Größe und Markenwahrnehmung profitieren.

    Ganz wichtig ist, dass sich sowohl Agenturen als auch Analysten von der Idee lösen, mobile Shopping wäre ein Vorgang zwischen Konsumenten und Carriern – nur weil diese Billinglösungen anbieten. Auch beim Mobile Shopping wird der Carrier (Netzanbieter) in den kommenden Monaten zum Infrastrukturanbieter degradiert werden und somit seine Funktion in der Mobile Shopping Wertschöpfungskette einbüßen – der Endkunde mag es in der Regel nicht, gebunden zu sein.

    Schade fände ich es, wenn das Thema mobile Shopping ausschließlich bei Coupons und Bonuspunkte Programmen hängen bleiben würde.

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